Villeneuve-sur-Lot, Mittelalterliches Verwaltungszentrum in Lot-et-Garonne, Frankreich
Villeneuve-sur-Lot ist eine Gemeinde am Ufer des Lot im Département Lot-et-Garonne, die sich über beide Flussufer erstreckt und deren Hauptteil auf dem rechten Ufer liegt. Die Stadt ist in zwei Kantone unterteilt und dient als Verwaltungszentrum für die umliegende Gegend mit Rathäusern, Behörden und öffentlichen Dienstleistungen.
Alphonse de Poitiers gründete diese Bastide im Jahr 1254 an der Stelle einer älteren Siedlung namens Gajac, die damals schon eine Brücke über den Lot hatte. Die Stadt entwickelte sich als Handelszentrum und erhielt Befestigungsanlagen mit Stadttoren und Schutzmauern, die das Wachstum der neuen Siedlung unterstützten.
Die Bastide entstand im 13. Jahrhundert als befestigte Planstadt und zeigt noch heute das typische Schachbrettmuster mit rechtwinkligen Straßen rund um einen zentralen Marktplatz. Die Markthallen stehen im Zentrum des öffentlichen Lebens und sind Treffpunkt für Händler aus der Region, die hier ihre Produkte anbieten.
Die Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, wobei die Markttage am besten zeigen, wie das Zentrum genutzt wird. Die Brücke verbindet die beiden Stadthälften und bietet einen guten Überblick über die Lage am Fluss, während die Verwaltungsstellen sich hauptsächlich im nördlichen und südlichen Kantonsteil verteilen.
Der Pont de la Libération wurde zwischen 1910 und 1919 gebaut und war bei seiner Fertigstellung die weltweit größte Betonbogenbrücke mit einer einzigen Spannweite. Diese Konstruktion ermöglichte den Verkehr ohne Stützpfeiler im Flussbett und zeigte eine neue Bauweise mit Beton für große Brücken.
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