Saint-Palais, Gemeinde im Département Pyrénées-Atlantiques, Frankreich
Saint-Palais ist eine kleine Gemeinde in den Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine, die auf einem felsigen Vorgebirge über der Bidouze-Flusstal liegt. Die Kirche Sainte-Marie-Madeleine aus dem 19. Jahrhundert mit farbigen Glasfenstern prägt das Zentrum, während enge gepflasterte Straßen traditionelle Häuser mit alten Fassaden verbinden.
Nach der Eroberung von Pamplona 1521 wurde Saint-Palais von Heinrich II. zur Hauptstadt des Königreichs Navarra erklärt und war damit ein wichtiges politisches Zentrum. Die alte Königshäuser und die Erdoy-Oyhenart, ein ehemaliges befestigtes Herrenhaus, erinnern an diese Zeit der regionalen Bedeutung.
Saint-Palais trägt starke baskische Wurzeln, die sich in lokalen Festen wie der Madeleines-Feier im Juli und dem baskischen Kraftfestival im August zeigen. Diese Veranstaltungen spiegeln wider, wie die Einwohner ihre Traditionen durch Musik, Tanz und regionale Bräuche lebendig halten.
Der Ort liegt an der via Podiensis, einer alten Pilgerroute nach Santiago de Compostela, mit grundlegenden Unterkunfts- und Versorgungsmöglichkeiten für Wanderer. Die enge gepflasterte Altstadt ist zu Fuß leicht zu erkunden, und eine Wanderung entlang der Bidouze ermöglicht Ausflüge in die umgebende grüne Landschaft.
Das Trinquet Saint-Jayme aus dem Jahr 1891 ist ein seltenes erhaltenes Pelota-Spielfeld und dokumentiert eine traditionelle baskische Sportkultur, die bis heute in der Region gepflegt wird. Der historische Platz zeigt, wie dieser Sport ein wesentlicher Teil des lokalen Lebens und der Identität bleibt.
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