Zwölfapostelstein, Historischer Menhir in Meisenthal, Frankreich
Der Breitenstein ist ein rotes Sandsteinmonolith, der sich etwa 4,4 Meter hoch aus dem Wald erhebt und auf seinen vier Seiten Reliefs von zwölf Aposteln und religiöse Skulpturen aufweist. Das Denkmal steht unter Schutz und ist durch gekennzeichnete Waldwege zugänglich.
Das Denkmal wurde erstmals 1170 als Breidestain erwähnt und markierte die Grenze zwischen den Herzogtümern Lothringen und Hanau. Die Apostelschnitzereien wurden 1787 hinzugefügt und veränderten seine Bedeutung von Grenzstein zu religiösem Symbol.
Der Stein trägt religiöse Schnitzereien mit Christus am Kreuz sowie der Jungfrau Maria und Maria Magdalena, ergänzt durch Inschriften in gotischer Schrift, die die Apostel benennen. Diese Darstellungen zeigen die tiefe religiöse Bedeutung, die das Denkmal für die Menschen der Region hatte.
Das Denkmal befindet sich im Naturschutzgebiet der Nördlichen Vogesen und ist das ganze Jahr über erreichbar, wobei die beste Besuchszeit in den wärmeren Monaten liegt. Gutes Schuhwerk wird empfohlen, da die Waldwege je nach Jahreszeit rutschig sein können.
Vor dem Zweiten Weltkrieg zog der Stein jedes Jahr am 15. August Roma-Gemeinschaften an, die sich dort zu über zweitausend Menschen versammelten. Diese jährliche Zusammenkunft machte das Denkmal zu einem wichtigen sozialen Treffpunkt weit über seine religiöse Rolle hinaus.
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