Lac de Saint-Mandé, Künstlicher See im 12. Arrondissement von Paris, Frankreich
Der Lac de Saint-Mandé ist ein künstlicher See im Bois de Vincennes, dem großen Waldpark im Osten von Paris, im 12. Arrondissement. Er hat eine ovale Form, eine kleine Insel in der Mitte und ist von Bäumen und Rasenflächen umgeben.
An dieser Stelle befand sich ursprünglich ein natürlicher Teich, der von einem kleinen Bach aus den Hügeln von Montreuil gespeist wurde und im Mittelalter als Fischteich genutzt wurde. Im 18. Jahrhundert wurde er zugeschüttet, und der heutige See wurde 1860 im Rahmen der Umgestaltung des Bois de Vincennes zu einem Volkspark angelegt.
Der Name des Sees verweist auf die benachbarte Gemeinde Saint-Mandé, die das Gewässer sogar in ihr Wappen aufgenommen hat. Auf dem Wappen sind drei silberne Wellenlinien zu sehen, die das Wasser symbolisieren.
Der See ist ganzjährig frei zugänglich, und ein kurzer Rundweg führt in wenigen Minuten um das gesamte Ufer. Die nächste Metrostation ist Saint-Mandé an der Linie 1, und mehrere Buslinien halten ebenfalls in der Nähe.
1966 wurde im See eine Nanoplankton-Art entdeckt, die bis dahin noch nie beschrieben worden war, ein seltener Fund mitten in einer Großstadt. Die kleine Insel in der Seemitte ist für Besucher nicht zugänglich und dient Enten, Schwänen und anderen Wasservögeln als ungestörter Rückzugsort.
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