Abtei Saint-Gilles, Romanisches Kloster in Saint-Gilles, Frankreich
Die Abtei von Saint-Gilles ist eine einstige Benediktinerabtei in Saint-Gilles, im Süden Frankreichs, die heute als Ruine und Denkmal erhalten ist. Besonders bekannt ist die romanische Westfassade der Kirche mit drei reich verzierten Portalen, die mit Skulpturen und korinthischen Säulen geschmückt sind, sowie einer unterirdischen Krypta aus dem Mittelalter.
Die Abtei wurde im 7. Jahrhundert gegründet und erlebte im Mittelalter ihre Blütezeit als bedeutende Pilgerstation auf dem Jakobsweg. Nach der Verlegung der Reliquien verlor sie an Bedeutung und wurde während der Religionskriege des 16. Jahrhunderts teilweise zerstört.
Die Krypta beherbergt das Grab des heiligen Ägidius, der im Mittelalter Pilger aus ganz Europa anzog und dem Ort seinen Namen gab. Noch heute besuchen Gläubige die Krypta und folgen damit einer jahrhundertealten Tradition.
Der Zugang zur Westfassade und zum Außengelände ist frei, während die Krypta und bestimmte Innenbereiche nur im Rahmen einer Führung oder zu festgelegten Öffnungszeiten besichtigt werden können. Es empfiehlt sich, die Öffnungszeiten im Voraus zu prüfen, da diese je nach Jahreszeit variieren können.
Im nördlichen Teil des ehemaligen Chors befindet sich eine steinerne Wendeltreppe aus dem 12. Jahrhundert mit freitragenden Stufen, die zeigt, wie Steinmetze damals mit wenig Material viel Stabilität erzielten. Diese Treppe gilt als eines der ältesten und am seltensten beachteten Beispiele dieser Bautechnik in Frankreich.
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