Siegfriedstellung, Befestigte Verteidigungslinie in Nordfrankreich
Die Hindenburg-Linie ist eine befestigte Verteidigungsanlage im Norden Frankreichs, die sich über 160 Kilometer von Lens bis Soissons erstreckt und Betonbunker, Stahlelemente sowie dichte Stacheldrahtverhaue umfasst. Die Anlage bestand aus drei parallelen Schützengräben, die sich über zehn Kilometer in die Tiefe zogen, mit Maschinengewehrstellungen für Kreuzfeuer.
Deutsche Streitkräfte errichteten diese Verteidigungsanlage zwischen September 1916 und April 1917 als strategischen Rückzug vom schwer umkämpften Frontgebiet. Der Bau sollte den deutschen Truppen kürzere Versorgungswege und eine stabilere Position im westlichen Kriegsgebiet verschaffen.
Die deutschen Truppen wählten Namen wie Siegfried und Wotan für einzelne Abschnitte und verwiesen damit auf germanische Mythologie. Die alliierten Soldaten benannten dieselbe Anlage nach General Paul von Hindenburg und machten den Oberbefehlshaber zum Namensgeber.
Einige Reste der Befestigungsanlage sind noch sichtbar und liegen verstreut entlang der ehemaligen Frontlinie durch ländliche Gebiete. Besucherzentren und Gedenkstätten in der Umgebung bieten Kontext und Informationen zum ursprünglichen Aufbau.
Russische Kriegsgefangene und belgische Zivilisten führten einen Großteil der Bauarbeiten aus, wobei etwa 50.000 Arbeiter diese militärische Infrastruktur fertigstellten. Die Zwangsarbeiter gruben Gräben und gossen Beton unter schwierigen Bedingungen während der Wintermonate.
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