Château de Bellinglise, Mittelalterliches Schloss in Élincourt-Sainte-Marguerite, Frankreich.
Das Château de Bellinglise steht nördlich von Élincourt-Sainte-Marguerite in einem bewaldeten Park von rund 160 Hektar. Die Fassade aus rotem Ziegel zeigt helle Steinquader und Fensterfassungen; der rechte Block trägt ein steiles graues Dach mit Dachgauben und zwei Schornsteinen, links erhebt sich ein höherer Pavillon mit runden Türmchen unter dunklen Kegeldächern über einem Steinsockel und Rasen.
Das Gutshaus von Bellinglise stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde 1348 erstmals erweitert, mit einem Flügel an der Umfassungsmauer. Zu Beginn der Renaissance ließ die Familie Hamel das mittelalterliche Schloss in rotem und schwarzem Backstein mit weißem Steinquadern umbauen. Weitere Veränderungen folgten im 17. und 19. Jahrhundert.
Die Hamel erhielten das Recht der hohen, mittleren und niederen Gerichtsbarkeit und sprachen im Schloss Recht. Das Gefängnis lag in einem hohen Turm links vom Eingangstor, der heute horloge genannt wird. Der Name Bellinglise verbindet einen germanischen Personennamen mit der um das anlautende e verkürzten Form von église, ein pikardischer Typ ohne Entsprechung im Süden des oil-Gebiets.
Das Gelände ist vom Flughafen Roissy-Charles de Gaulle etwa 50 Minuten entfernt erreichbar, was es für Besucher aus der Region Paris zugänglich macht. Der weitläufige Wald rund um das Schloss bietet ausreichend Platz zum Erkunden und Spazieren.
Der als Gefängnis dienende Turm stand links vom Eingangstor und heißt heute l'horloge, der Uhrturm. 1631 half ein Bellinglise Marie de Médicis, der Mutter Ludwigs XIII., bei der Flucht aus Compiègne durch die Porte Chapelle nach Orrouy, Tracy-le-Val und Chauny. Seit 2005 dient das Schloss ausschließlich Firmenseminaren, geführt von der Gruppe Châteauform'.
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