Bure, Unterirdisches Forschungslabor in Bure, Frankreich
Das Meuse/Haute Marne Untergrundforschungslabor ist eine wissenschaftliche Anlage etwa 500 Meter unter der Oberfläche mit ausgedehnten Tunneln zur Untersuchung von Gesteinsformationen und Lagermöglichkeiten. Die Oberflächeneinrichtungen enthalten Forschungsgebäude und Transportsysteme für die Arbeit in der Tiefe.
Die Konstruktion dieser wissenschaftlichen Einrichtung begann 1999 unter der Leitung von Andra, der französischen Behörde für Atommüllverwaltung, um tiefe geologische Entsorgungsmethoden zu erforschen. Das Projekt entwickelte sich seitdem zu einer der wichtigsten Forschungsstätten für die Langzeitlagerung von Atomabfällen in Europa.
Das Labor steht in regelmäßigem Austausch mit der Bevölkerung durch Führungen und Veranstaltungen, die zeigen, wie radioaktive Materialien sicher gelagert werden können. Besucher erhalten Einblick in die Gedanken der Wissenschaftler zu Sicherheit und Umweltschutz.
Zwei Hauptschächte ermöglichen den Zugang zu den unterirdischen Abschnitten, wo Besucher die Labyrinthe aus Tunneln und Laboren erkunden können. Es ist ratsam, bequeme Kleidung zu tragen und sich auf kühle, konstante Temperaturen unter der Erde einzustellen.
Die Anlage konzentriert sich auf Kimmeridgian-Tonstein, eine alte Gesteinsschicht, die möglicherweise Atommüll für tausende Jahre sicher isolieren könnte. Wissenschaftler nutzen diesen Ort, um zu testen, wie gut dieses natürliche Material Wärmestrahlung und chemische Reaktionen über extrem lange Zeiträume verträgt.
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