Touraine, Historische Provinz im Loiretal, Frankreich
Die Touraine ist eine historische Provinz im Loiretal in Frankreich, deren Gebiet sich über mehrere heutige Départements verteilt. Das Land liegt zwischen Flüssen und sanften Hügeln, mit weiten Feldern, Weinbergen und Wäldern, die sich bis zu den Ufern erstrecken.
Die Region war während des 12. Jahrhunderts zwischen dem französischen und dem englischen Königshaus umkämpft. Die französische Krone gliederte sie 1205 als Herzogtum ein und machte Tours zur wichtigen königlichen Residenzstadt.
Der Name leitet sich vom keltischen Stamm der Turonier ab, der die Region vor der römischen Eroberung bewohnte. Heute pflegen die Bewohner eine besondere Aussprache des Französischen, die als besonders rein und verständlich gilt.
Die Hauptstadt Tours liegt zentral und bietet Zugang zu den umliegenden Schlössern und Städten der Region. Viele Besucher mieten ein Fahrrad, um die ruhigen Landstraßen zwischen Weinbergen und Dörfern zu erkunden.
Die Region war bis 1738 eine nahezu eigenständige Grafschaft mit eigenen Machtbefugnissen. Die Grafen konnten hier Steuern erheben und Versammlungen einberufen, ohne königliche Zustimmung aus Paris einholen zu müssen.
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