Lacoste, Gemeinde im Département Vaucluse, Frankreich
Lacoste ist eine Gemeinde auf einem Hügel in der Region Luberon in Vaucluse. Das Dorf besteht aus engen, gewundenen Straßen mit alten Steinen, steilen Wegen, die bergauf und bergab führen, und Häusern aus behautem Stein mit Läden an den Fenstern.
Die Burg wurde im 11. Jahrhundert erbaut und diente der Simiana-Familie als Sitz, später zum Marquis de Sade. Im Jahr 1545 ereignete sich das Massaker von Lacoste, als einheimische Bewohner getötet wurden, eine tragische Episode, die tiefe Spuren in der Vergangenheit des Dorfes hinterließ.
Lacoste war ursprünglich ein protestantisches Dorf, umgeben von katholischen Gemeinschaften, was seine besondere Identität prägte. Heute spürt man diese Geschichte in den engen Gassen und der Art, wie Einwohner und Besucher den Raum nutzen, während Kunstwerke und Skulpturen überall im Dorf verteilt sind.
Das Dorf ist über die Straße D106 von Apt aus erreichbar, mit Bushaltestellen in der Gegend, oder über einen 45-minütigen Wanderweg von Bonnieux. Besucher sollten am frühen Morgen oder späten Abend kommen, da es tagsüber heiß sein kann und die engen Gassen dann weniger überlaufen sind.
Die alte Steinbruchanlage neben der Burg wurde zu einem natürlichen Freiluftkino umgewandelt, in dem jeden Sommer Opern- und Theateraufführungen stattfinden. Diese unterirdischen Räume zeigen das Handwerk mittelalterlicher Steinbrecher und dienen nun als eine der unerwartетsten Veranstaltungsorte der Region.
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