Saint-Placide, Metrostation im 6. Arrondissement von Paris, Frankreich
Saint-Placide ist eine unterirdische Metrostation im 6. Arrondissement von Paris, auf der Linie 4. Sie liegt unter der Rue de Rennes und verfügt über zwei gegenüberliegende Bahnsteige in einem elliptischen Tunnel mit gewölbter Decke und gefliesten Wänden.
Die Station wurde am 9. Januar 1910 eröffnet, als Teil einer neuen Strecke, die unter der Seine hindurchführte und Châtelet mit Raspail verband. Sie hieß damals Vaugirard, nach einer nahe gelegenen Straße, wurde aber 1913 umbenannt, um Verwechslungen mit einer gleichnamigen Station auf der heutigen Linie 12 zu vermeiden.
Die Station liegt unter der Rue de Rennes, einer der meistbesuchten Einkaufsstraßen des 6. Arrondissements. Wer aus der Station tritt, findet sich sofort inmitten von Bäckereien, kleinen Boutiquen und Cafés, wo die Bewohner des Viertels ihren Alltag verbringen.
Die Station hat zwei Zugänge: einen an der Rue Notre-Dame-des-Champs, einen weiteren mit Rolltreppe direkt an der Rue de Rennes. Mehrere Tages- und Nachtbuslinien halten in der Nähe und ermöglichen Verbindungen in andere Stadtteile, auch wenn die Metro nicht mehr fährt.
Der Eingang an der Rue Notre-Dame-des-Champs ist mit einem alten Kandelaber aus der Anfangszeit des Pariser Metronetzes geschmückt, der einen deutlichen Kontrast zur modernen Stadt bildet. Der Name der Station leitet sich von der Rue Saint-Placide ab, die ihrerseits nach dem heiligen Plazidus benannt ist, einem Schüler des heiligen Benedikt aus dem 6. Jahrhundert.
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