Aiguille de Tré la Tête, Alpengipfel im Mont-Blanc-Massiv, Frankreich und Italien.
Die Aiguille de Tré la Tête ist ein Alpengipfel im Mont-Blanc-Massiv mit einer Höhe von 3.930 Metern, der vier unterschiedliche Gipfel aufweist und entlang der französisch-italienischen Grenze verläuft. Die Formation zeigt charakteristische Felsstrukturen und Bergmerkmale, die für die höheren Regionen dieser Gebirgskette typisch sind.
Die Erstbesteigung der Ost- und Südspitze gelang am 12. Juli 1864 Anthony Adams Reilly und Edward Whymper mit den Führern Michel Croz, Michel Payot und Henri Charlet. Die Nordspitze (Tête Blanche) folgte am 23. Juli 1870 mit Adolphus Warburton Moore, Horace Walker, Jakob Anderegg und Johann Jaun, die Mittelspitze am 8. August 1878 mit Martino Baretti sowie den Führern Maquignaz und Sibille. Der höchste Punkt, die südöstliche Mittelspitze mit 3.930 m, liegt ganz auf italienischem Gebiet.
Der Name Tré la Tête, etwa „jenseits des Kopfes“, bezeichnet die Kette, die die Gipfel mit den Dômes de Miage verbindet. Der höchste Punkt, die zentrale Südostspitze mit 3.930 m, liegt ganz auf italienischem Gebiet; nur die Nordwestspitze steht an der französischen Grenze. Die Westflanke gehört zum Naturschutzgebiet Contamines-Montjoie.
Erfahrene Bergsteiger erreichen den Gipfel über die ENE-Kammroute zum Bivouac Rainetto mit technischem Schwierigkeitsgrad PD+ auf der alpinen Skala. Die Route erfordert solide Felskletter- und Eiskletterfähigkeiten sowie alpine Erfahrung vor dem Aufstieg.
Im September 2007 fand ein Wanderer auf dem Gletscher auf etwa 2.500 m unterhalb eines Bergwegs die Leiche eines Bergsteigers. Es war ein 24-Jähriger, der am 4. August 1954 mit seinem 21-jährigen Bruder und seiner 16-jährigen Schwester beim Abstieg von der Aiguille de la Lex Blanche (3.697 m) verschwunden war; die beiden anderen Leichen lagen zwei Kilometer oberhalb des Gletscherfußes.
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