Maine, Historische Provinz zwischen Normandie und Anjou, Frankreich
Maine ist eine historische Provinz im Nordwesten Frankreichs, die heute den Departments Mayenne und Sarthe entspricht und Le Mans als größtes Zentrum hat. Das Gebiet erstreckt sich zwischen flachen Ackerlandschaften und sanft hügeligen Gegenden, wo Landwirtschaft die Haupterwerbstätigkeit bleibt.
Die Region entstand aus der Vereinigung zweier Volksstämme, der Cenomani und Diablintes, die in der Antike das Gebiet bevölkerten und im 5. Jahrhundert ein einheitliches Herrschaftsgebiet bildeten. Im Mittelalter entwickelte sich daraus eine Grafschaft mit großer Bedeutung in der französischen Feudalordnung.
Die römisch-katholische Kirche prägt Maine bis heute sichtbar: Kirchen und Kapellen verteilen sich über die Landschaft, viele stammen aus dem Mittelalter und werden noch regelmäßig genutzt. Die religiöse Tradition hat das Alltagsleben und die Architektur der Dörfer tiefgreifend geprägt.
Bei einer Erkundung sollte man beachten, dass die Region eher ländlich geprägt ist und die Verkehrsmittel zwischen den Orten begrenzt sind. Le Mans bietet als Stadt die besten Annehmlichkeiten und ist der Ausgangspunkt für die Erkundung der umliegenden ländlichen Gegenden.
Das Gebiet enthält Teile des Massif Armoricain, eines kristallinen Hochlands, dessen Gestein Millionen Jahre alt ist und das Landschaftsbild prägt. Die Mayenne durchfließt das Territorium nach Süden und schafft malerische Flusstäler, die heute beliebte Ziele für Kanufahrten sind.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.