Schloss Marly-le-Roi, Königliche Residenz in Marly-le-Roi, Frankreich
Das Château de Marly war ein königlicher Palastkomplex in Marly-le-Roi, der aus einem zentralen Gebäude und zwölf kleineren Gästepavillons bestand, die in einer symmetrischen Anordnung um ausgedehnte Gärten verteilt waren. Die klassische Architektur mit ihren regelmäßigen Formen prägte das gesamte Anwesen bis zu dessen Zerstörung.
König Ludwig XIV ließ diesen Palastkomplex 1680 von den Architekten Jules Hardouin-Mansart und Robert de Cotte als privates Rückzugsort neben Versailles errichten. Nach der Französischen Revolution verlor das Schloss seine Bedeutung und wurde später abgerissen, wodurch nur noch Grundrisse und Gärten übrig blieben.
Die Pavillons spiegeln die strenge Etikette der französischen Hofgesellschaft wider, bei der Rang und Position durch die Nähe zum König bestimmt wurden. Besucher können heute sehen, wie die Architektur diese unsichtbare Hierarchie durch die Anordnung und Ausstattung der einzelnen Gebäude zum Ausdruck brachte.
Das Gelände ist heute Teil des nationalen Domänengeländes und kann zu Fuß erkundet werden, wobei der Grundriss und die erhaltenen Gärten einen Eindruck der ursprünglichen Größe vermitteln. Der beste Weg, die Lage zu verstehen, ist, die ebenen Wege entlang der Ausgräbungsbereiche zu folgen.
Das Schloss war berühmt für sein fortschrittliches Wassersystem mit Becken und Kanälen, die durch mechanische Pumpen gespeist wurden und die Gestaltung von Brunnenanlangen an anderen europäischen Höfen beeinflussten. Dieses unterirdische Netzwerk war eine technische Meisterleistung seiner Zeit, die kaum noch sichtbar ist.
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