Aven d’Orgnac, Schauhöhle in Ardèche, Frankreich
Die Aven d'Orgnac ist ein Kalksteinhöhlensystem in der Gemeinde Orgnac-l'Aven im Département Ardèche in Südfrankreich. Drei übereinanderliegende Hallen erreichen zusammen eine Tiefe von 121 Metern und enthalten Tropfsteine in unterschiedlichen Formen, von schlanken Säulen bis zu breiten Sintervorhängen.
Der Höhlenforscher Robert de Joly entdeckte 1935 den Eingang, nachdem er sich mit einem Seil in die Tiefe abgeseilt hatte. Die ersten prähistorischen Werkzeuge wurden in den 1950er Jahren bei Ausgrabungen in der Nähe des Höhleneingangs gefunden.
Der Name stammt vom provenzalischen Wort für Schlundloch, weil früher Hirten oft ihre Tiere in solchen natürlichen Öffnungen verloren. Das angeschlossene Museum zeigt Funde aus der gesamten Schlucht des Ardèche-Flusses, die seit der Steinzeit von Menschen bewohnt wurde.
Besucher steigen während der einstündigen Führung über 700 Stufen hinab und fahren mit dem Aufzug zurück ans Tageslicht. Feste Schuhe und eine leichte Jacke sind sinnvoll, da es auf dem Weg nach unten rutschig werden kann und es drinnen deutlich kühler ist als draußen.
Das ganze Jahr über bleibt die Temperatur im Inneren bei konstant 12 Grad Celsius, unabhängig von den Außentemperaturen. Die Anlage erzeugt einen Teil ihres Strombedarfs selbst durch über 300 Solarpaneele, die auf den Dächern der Gebäude installiert sind.
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