Kloster Weissenburg, Benediktinerkloster in Wissembourg, Frankreich
Die Abtei Sankt Peter und Paul ist ein Benediktinerkloster in Wissembourg an der französischen Grenze zu Deutschland. Das Ensemble zeigt eine gotische Kirche mit einem Glockenturm aus dem 11. Jahrhundert im romanischen Stil.
Das Kloster wurde im Jahr 661 vom Bischof Dragobodo gegründet und wuchs durch Spenden der Adelsfamilien zu großem Wohlstand. Im Jahr 1524 verlor es seinen Status als Abtei und wurde in ein Stiftskapitel umgewandelt.
Die Abtei war ein wichtiges Zentrum für die Entwicklung der frühen deutschen Sprache und Schrift. Besucher können heute noch die Spuren dieser sprachwissenschaftlichen Bedeutung in den Überresten der Klosterbibliothek und den erhaltenen Dokumentationen erkennen.
Die wichtigsten Handschriften aus dem Kloster sind heute in der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel aufbewahrt und können dort besichtigt werden. Besucher, die mehr über die schriftlichen Schätze erfahren möchten, müssen diese deutsche Einrichtung aufsuchen.
Ein Mönch namens Otfrid verfasste zwischen 863 und 871 eine Erzählung über Christi Leben in Althochdeutsch, eines der frühesten Werke in deutscher Sprache. Dieses Werk markiert einen wichtigen Wendepunkt in der Geschichte der deutschsprachigen Literatur.
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