Wissembourg, Grenzstadt in Bas-Rhin, Frankreich
Wissembourg ist eine Grenzstadt im Département Bas-Rhin, die sich entlang des Flusses Lauter erstreckt und von bewaldeten Hügeln umgeben ist. Die engen Gassen im historischen Zentrum führen zwischen Fachwerkhäusern hindurch, während Reste der alten Stadtmauer an mehreren Stellen sichtbar bleiben.
Ein Benediktinerkloster aus dem 7. Jahrhundert bildete den Ursprung der Siedlung, die später freie Reichsstadt wurde. Der Ort wechselte zwischen 1648 und 1945 mehrfach zwischen französischer und deutscher Herrschaft, was sich deutlich in seiner Architektur und Namensgebung zeigt.
Der Name Wissembourg stammt vom germanischen Weißenburg und spiegelt die jahrhundertelange Nähe zur deutschsprachigen Kultur wider. Besucher hören häufig elsässischen Dialekt auf den Straßen und sehen zweisprachige Hinweisschilder an Geschäften und Restaurants.
Ein etwa drei Kilometer langer Rundweg mit markierten Stationen führt durch das Zentrum und zeigt dabei rund 30 historische Bauten. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander und lassen sich zu Fuß innerhalb weniger Stunden erkunden.
Die Kirche der Heiligen Peter und Paul beherbergt ein mittelalterliches Fresko, das Christus auf einem Tuch zeigt und zu den größten erhaltenen Wandgemälden seiner Art in Frankreich zählt. Dieses Werk aus dem 14. Jahrhundert bedeckt fast eine gesamte Wand des Chors.
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