Caserne de Lattre-de-Tassigny, Militärkaserne in Metz, Frankreich
Die Kaserne de Lattre-de-Tassigny ist eine Militäranlage mit 13 roten Backsteingebäuden funktionaler Bauweise in Zentralmetz. Sie erstreckt sich zwischen der Avenue de Lattre-de-Tassigny und der Avenue Joffre und wird heute von einer französischen Militärbehörde genutzt.
Die Anlage wurde um 1890 während der deutschen Annexion errichtet und beherbergte zunächst das XVI. Armeekorps. Sie wechselte nach dem Ersten Weltkrieg zur Französischen Armee und wurde während des Zweiten Weltkriegs erneut von Deutschland kontrolliert, bevor sie nach 1945 in französische Hand zurückkehrte.
Die Anlage zeigt die Militärarchitektur des späten 19. Jahrhunderts mit roten Backsteinen und funktionalen Bauten, die das damalige Stadtbild Metz' prägten. Heute geben die Gebäude einen Einblick in die architektonischen Vorstellungen, die bei der Errichtung dieser Militäreinrichtung maßgeblich waren.
Das Gelände ist zentralgelegen und kann von den nahegelegenen Avenues aus betrachtet werden, bietet aber keinen freien Zutritt zum Inneren. Besucher sollten sich bewusst sein, dass es sich um eine aktive Militäranlage handelt und nur die äußeren Bereiche sichtbar sind.
Die Kaserne ist bemerkenswert dafür, dass sie die komplexe Grenzgeschichte der Region körperlich widerspiegelt und mehrmals zwischen nationalen Kontrollen wechselte. Diese wiederholten Übergänge machen sie zu einem physischen Zeugnis der turbulenten europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts.
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