Château Trompette, Mittelalterliche Festung in Bordeaux, Frankreich
Das Château Trompette war eine rechteckige Festung mit sechs Bastionen, drei Ravelines und Wehrtürmen, die über die Gironde und den Hafen wachte. Die Anlage lag direkt am Fluss und bildete einen wichtigen Teil des Hafenbereichs der Stadt.
König Karl VII. ließ die Festung 1453 nach der Schlacht von Castillon errichten, um die Kontrolle über Bordeaux zu sichern. Der Bau folgte auf die Beendigung der englischen Herrschaft und festigte die französische Präsenz in der Region.
Das Schloss war ein Symbol der königlichen Macht über Bordeaux und prägte das Verhältnis zwischen der Stadt und der französischen Krone. Sein Bau zeigte den Willen, die Region nach Jahrhunderten englischer Herrschaft fest unter französische Kontrolle zu bringen.
Die ehemalige Festung befand sich am Flussrand im Hafen von Bordeaux, wo heute nur noch Fundamentreste unter modernen Strukturen verborgen sind. Bei Bauarbeiten können Archäologen gelegentlich Überreste der ursprünglichen Anlagen freilegen.
Ein detailliertes Architekturmodell der Festung, das unter der Leitung von Vauban angefertigt wurde, wird heute im Pariser Museum der Pläne und Reliefs aufbewahrt. Dieses Modell ist eines der wenigen vollständigen Dokumente, das die tatsächliche Struktur der Anlage zeigt.
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