Temple des Chartrons, Neoklassizistischer protestantischer Tempel im Chartrons-Viertel, Bordeaux, Frankreich
Der Tempel der Chartrons ist ein neoklassizistisches Gebäude im Bordeauxer Stadtviertel Chartrons, das sich durch vier ionische Säulen an seiner Fassade auszeichnet und ein Dreiecksgiebelfeld mit einer Darstellung einer offenen Bibel krönt. Im Inneren befindet sich ein einzelnes Kirchenschiff unter einem Holzgewölbe, gestützt durch vier korinthische Säulen, die eine Galerie an der ganzen Breite des Raums halten.
Das Gebäude wurde zwischen 1832 und 1835 vom Architekten Armand Corcelles errichtet und war lange Zeit ein Treffpunkt für protestantische Gemeinschaften in Bordeaux. In den 1970er Jahren endete sein Einsatz als Kultstätte, und später wurde es in einen öffentlichen Ausstellungsraum umgewandelt.
Das Gebäude trägt den Namen des Chartrons-Viertels, wo es seit dem 19. Jahrhundert steht und die Identität dieser Handelszone prägt. Heute wird der Innenraum für Kunstausstellungen genutzt, was dem Ort eine neue gesellschaftliche Bedeutung gibt.
Das Gebäude befindet sich in der Rue Notre Dame und ist für Besucher zugänglich, die sich die laufenden Ausstellungen ansehen möchten. Planen Sie Zeit ein, um sowohl die architektonischen Details als auch die temporären Kunstinstallationen im Innenraum zu erkunden.
Die Fassade zeigt ein seltenes ikonografisches Element: eine Bibel auf Wolken in Stein gemeißelt, was die Bedeutung des Protestantismus in dieser Hafenstadt widerspiegelt. Dieses religiöse Symbol ist heute ein subtiles visuelles Zeugnis für die spirituelle Vergangenheit des Ortes.
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