Pestmauer, Schutzmauer in den Bergen von Vaucluse, Frankreich
Der Mur de la Peste ist eine Steinmauer, die sich etwa 27 Kilometer durch die bergige Landschaft der Vaucluse erstreckt und regelmäßig angelegte Wachtürme aufweist. Die Struktur verbindet einfache Steinblöcke ohne Mörtel und folgt der natürlichen Topografie des Geländes.
Die Mauer wurde zwischen 1720 und 1722 errichtet, um die Ausbreitung der Pest von Marseille in die Päpstliche Enklave Comtat Venaissin zu verhindern. Dieses Bauprojekt war eine direkte Reaktion auf die Seuchenbedrohung, die die Region bedrohte.
Die Mauer zeigt die traditionelle Trockensteinbautechnik der Provence, wie sie von Bewohnern der Region damals verwendet wurde. Diese Bauweise prägt heute noch das Aussehen der Landschaft und erinnert an die praktischen Fähigkeiten der lokalen Handwerker.
Sie können gut erhaltene Abschnitte der Mauer in der Nähe von Cabrières d'Avignon auf gekennzeichneten Wanderwegen erkunden. Die beste Zeit für einen Besuch ist in den kühleren Monaten, wenn das hügelige Gelände leichter zu bewältigen ist.
Etwa 500 Arbeiter vollendeten diese massive Struktur in nur fünf Monaten, während Soldaten die Grenzen bewachten und Übertreter abweisen sollten. Das schnelle Tempo dieser Konstruktion macht sie zu einem bemerkenswerten logistischen Unternehmen der Frühen Neuzeit.
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