Mont Aiguille, Kalksteingipfel im Regionalen Naturpark Vercors, Frankreich
Mount Aiguille ist ein Kalksteingipfel in den Prealpen mit einer Höhe von etwa 2100 Metern und einer flachen Mesastruktur mit senkrechten Felswänden. Die isolierte Position inmitten des Vercors-Massivs macht ihn zu einem unverwechselbaren Landmarkenpunkt in der südöstlichen Gebirgskette.
Der erste technische Bergaufstieg der aufgezeichneten Geschichte fand 1492 auf diesem Gipfel statt, angeordnet vom französischen König Karl VIII. Dieses Ereignis markierte den Beginn des modernen Bergsteigens und machte den Berg zu einem historischen Meilenstein in der Entwicklung des Alpinismus.
Der Berg ist als eines der Sieben Wunder der Dauphiné bekannt und verkörpert die natürliche Bedeutung der Region Isère. Einheimische und Besucher sehen in diesem Kalksteinmassiv ein Symbol der wilden Berglandschaft, die das südöstliche Frankreich prägt.
Der Hauptaufstieg erfolgt über die Nordostseite durch Schluchten und Felskanten über etwa 300 Meter Höhenunterschied. Gutes Schuhwerk und Vertrautheit mit Klettertechniken sind notwendig, da exponierte Passagen und rutschige Stellen bei Nässe häufig sind.
1957 gelang dem Piloten Henri Giraud eine bemerkenswerte Landung auf dem Gipfel mit einem kleinen Flugzeug und einer provisorischen Landebahn. Dies bleibt eines der waghalsigsten aeronautischen Experimente in den französischen Alpen und zeigt die ungewöhnliche Flachheit der Gipfelfläche.
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