Guermantes, französische Gemeinde
Guermantes ist eine kleine Gemeinde in der Seine-et-Marne in der Region Île-de-France mit knapp über 1.100 Bewohnern. Das Dorf erstreckt sich über etwa 1 Quadratkilometer und besteht aus traditionellen Häusern aus Stein und Ziegel, durchzogen von engen Straßen mit dem Schloss Guermantes als bedeutendstem historischem Gebäude und mehreren Parks wie dem Bois de Ferrières.
Guermantes entstand als ländliche Siedlung vor mehreren Jahrhunderten und erhielt seine charakteristische Form durch das Schloss, das Teile aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert bewahrt. Während des Zweiten Weltkriegs intervenierte Blanche Hottinguer 1944 bei der deutschen Besatzung und rettete das Dorf vor einer geplanten Zerstörung.
Guermantes trägt Namen von berühmten Schriftstellern und historischen Persönlichkeiten auf seinen Straßen, wie dem Schriftsteller Alain Fournier und dem Dichter Charles Péguy, die das kulturelle Gedächtnis der Gemeinde prägen. Die Bewohner nutzen den öffentlichen Raum für wöchentliche Märkte und Nachbarschaftstreffen, wodurch einfache alltägliche Rituale das Gemeinschaftsleben zusammenhalten.
Das Dorf ist leicht erreichbar über die Autobahn A4 und liegt etwa 34 Kilometer von Paris entfernt, was Tagesausflüge oder Wochenendbesuche möglich macht. Der nächstgelegene größere Flughafen Paris-Charles de Gaulle befindet sich etwa 20 Kilometer entfernt und regionale Bahnverbindungen verbinden das Dorf mit benachbarten Städten.
Das Dorf erlebte nach 1975 ein plötzliches Wachstum, als die Bevölkerung sich bis Ende der 1980er Jahre von unter 200 auf über 1.400 Einwohner verdoppelte. Seitdem ist die Bevölkerung wieder geschrumpft, was zeigt, wie sich solche kleinen Orte in der Nähe von Paris schnell verändern können.
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