Kathedrale Sainte-Eulalie-et-Sainte-Julie, Romanische Kathedrale und Marmorkreuzgang in Elne, Frankreich.
Die ehemalige Kathedrale Sainte-Eulalie-et-Sainte-Julie ist eine romanische Kirche auf einem Hügel in Elne, im Süden Frankreichs, und gehört zu den ältesten Kirchengebäuden der Region. An das Kirchenschiff schließt sich ein Kreuzgang aus grauem, blau geädertem Marmor an, dessen Galerien mit gemeißelten Kapitellen geschmückt sind.
Im Jahr 571 wurde Elne von den Westgoten zum Bischofssitz bestimmt, und diese Kathedrale war über tausend Jahre lang das Herz der kirchlichen Autorität in der Region. Im Jahr 1602 verlegte der Bischof seinen Sitz nach Perpignan, und das Gebäude verlor damit seine Funktion als aktives Gotteshaus.
Die Kapitelle im Kreuzgang zeigen Szenen aus dem Pflanzen- und Tierreich sowie religiöse Motive, die zwischen romanischem und gotischem Stil wechseln. Wer genau hinschaut, erkennt, wie die Steinmetze ihre Arbeit im Laufe der Jahrhunderte veränderten, ohne den lokalen Charakter aufzugeben.
Die Stätte ist täglich außer montags geöffnet, wobei die Öffnungszeiten je nach Jahreszeit variieren. Der Boden rund um den Kreuzgang kann uneben sein, daher ist festes Schuhwerk empfehlenswert.
Bei Ausgrabungen rund um das bestehende Gebäude wurden Überreste der ursprünglichen Kathedrale aus dem 6. Jahrhundert freigelegt. Diese Funde zeigen, dass der Hügel bereits lange vor dem heutigen Bauwerk ein Ort religiöser Tätigkeit war.
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