Gare de Saint-Quentin, Bahnhof und historisches Denkmal in Saint-Quentin, Frankreich.
Der Bahnhof von Saint-Quentin ist ein Eisenbahn- und Baudenkmal in Nordfrankreich, das sich in einer Höhe von etwa 75 Metern befindet. Der Komplex weist Merkmale der französischen Eisenbahnarchitektur des 19. Jahrhunderts auf und wird heute noch als aktive Verkehrsanlage genutzt.
Der erste Bahnhof ging im Mai 1850 auf dem Abschnitt Creil–Saint-Quentin der Compagnie des chemins de fer du Nord in Betrieb und wurde am 9. Juni 1850 von Louis-Napoléon Bonaparte eingeweiht. Ein zweites Gebäude des Gesellschaftsarchitekten Sidney Dunnett folgte 1887, brannte jedoch am 13. Januar 1922 ab. Der heutige Bahnhof, 1926 von Gustave Umbdenstock und Urbain Cassan mit Art-déco-Interieur des Glasmalers Auguste Labouret erbaut, steht mit Fassaden, Dach und Buffet seit dem 23. September 2003 unter Denkmalschutz.
Der Name des Bahnhofs ist in helle Steinbuchstaben oben an der Backsteinfassade gemeißelt, über drei großen Rundbogenöffnungen. Die Innenausstattung im Art-déco-Stil stammt vom Glasmaler Auguste Labouret. Das Bahnhofsbuffet, das seit dem 23. September 2003 zusammen mit den Fassaden und dem Dach als Monument historique eingetragen ist, wurde renoviert, um es zu vermieten und zu besichtigen.
Der Bahnhof liegt rund 200 Meter vom Zentrum von Saint-Quentin entfernt; neben ihm befindet sich ein Parkplatz, und ein Busshuttle führt zum TGV-Bahnhof Haute-Picardie. Eine Unterführung verbindet die Bahnsteige. Als „Accès Plus“-Bahnhof bietet er Einrichtungen für mobilitätseingeschränkte Reisende; Stadtbusse halten an Pont Supérieur und Gare SNCF.
1964 zeichnete Franquin die Bahnhofsfassade im Comic Les Robinsons du rail mit Gaston Lagaffe; der Verlag Dupuis hatte damals seine Druckerei in Saint-Quentin, auf halbem Weg zwischen Paris und Brüssel. Am 1926 von Gustave Umbdenstock und Urbain Cassan erbauten Gebäude sind Fassaden, Dach und Buffet seit dem 23. September 2003 als Monuments historiques eingetragen.
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