Ste-Marie, Romanische Kirche in Lanleff, Frankreich
Der Tempel hat eine kreisförmige Form mit zwei konzentrischen Ringen, die aus verschiedenfarbigem Stein gebaut sind. Die Struktur ruht auf massiven Fundamentmauern und wird von romanischen Bögen gestützt, die auf quadratischen Pfeilern ruhen.
Die zwischen 1060 und 1080 errichtete romanische Rotunde wurde lange für einen gallo-römischen Tempel, ein keltisches Heiligtum oder eine Templerkapelle gehalten. Die Datierung stützt sich auf ein im 19. Jahrhundert entdecktes Dokument von 1148, das die Schenkung von Sainte-Marie-de-Lanlem an das Benediktinerkloster Saint-Magloire in Léhon erwähnt. Im 15. und 18. Jahrhundert wurden zwei Anbauten ergänzt, darunter die 1855 abgebrochene Pfarrkirche.
Im Volksmund heißt der Bau temple de Lanleff, ein Name, der die jahrhundertelange Unsicherheit über seinen Ursprung festhält: Man hielt ihn für einen gallo-römischen Tempel, ein keltisches Heiligtum, eine merowingische Taufkapelle und eine Gründung des Templerordens, bevor die Datierung ins 11. Jahrhundert gesichert war. Halbsäulen an den Arkadenpfeilern und der Außenwand tragen skulptierte Kapitelle und Basen.
Die Rotunde ist oben offen, der Lehmboden kann nach Regen matschig sein; festes Schuhwerk ist ratsam. Erhalten ist nur die innere Rotunde, die Nordhälfte der Außenmauer und eine Apsis fehlen, sodass man den Arkadengang aus Rundbögen zu Fuß umrundet. Die Anlage liegt im Dorf Lanleff im Département Côtes-d'Armor in der Bretagne.
Die Rundkirche hielt man lange für einen gallo-römischen Tempel, ein keltisches Heiligtum oder eine merowingische Taufkapelle; ein im 19. Jahrhundert entdecktes Dokument von 1148 klärte die Datierung: Es erwähnt die Schenkung von Sainte-Marie-de-Lanlem an das Benediktinerkloster Saint-Magloire in Léhon. Daher der volkstümliche Name temple de Lanleff, bretonisch Templ Lanleñv.
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