Phare Carnot de Boulogne-sur-Mer, Küstenleuchturm im Hafen von Boulogne-sur-Mer, Frankreich.
Der Phare Carnot de Boulogne-sur-Mer ist ein weißer zylindrischer Leuchtturm am Ende des Carnot-Anlegers im Hafen der Stadt. Der Turm mit grüner Spitze ragt etwa 22 Meter hoch auf und bildet mit seinen einfachen Formen einen markanten Punkt auf der Hafenmole.
Bereits 39 n. Chr. stand hier ein Leuchtturm, den Caligula auf der Klippe an der Stelle des heutigen Calvaire des Marins errichten ließ, nicht auf dieser Mole. Karl der Große restaurierte ihn 811, die Engländer umgaben ihn 1544 mit einem Backsteinfort, und am 24. Juli 1644 stürzte er nach Küstenerosion und einem Steinbruch an seinen Fundamenten ein. Der heutige Turm wurde 1968 erbaut.
Der Leuchtturm verkörpert ein wichtiges Wahrzeichen der Hafenstadt und wird von einheimischen Fischern und Seeleuten als Orientierungspunkt geschätzt. Seine grüne Spitze ist vom ganzen Hafen aus sichtbar und prägt das Bild des Anlegers.
Zum Leuchtturm gelangt man über die Mole Carnot, die auf alten Befestigungen liegt und bei Flut vom Meer überspült wird; richten Sie den Spaziergang nach dem Tidenkalender. Der Turm ist nicht zu besichtigen. Bei starkem Wind ist die freiliegende Mole gefährlich, und der Sockel aus Beton und Stein ist nass rutschig.
Der antike Turris Ardens stand nicht hier, sondern auf der Klippe an der Stelle des heutigen Calvaire des Marins: 60 Meter hoch, achteckiger Grundriss, 13 Ebenen aus abwechselnden Stein- und Ziegellagen. Karl der Große ließ ihn 811 wiederherstellen, 1544 umgaben ihn die Engländer mit einem Ziegelfort, und am 24. Juli 1644 stürzte er nach einem durch einen Steinbruch ausgelösten Klippenrutsch ein.
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