Abtei Saint-Paul, Gotische Abtei in Besançon, Frankreich
Die Abbaye Saint-Paul ist ein ehemaliges Kloster mit drei gotischen Schiffen, das sich im Zentrum von Besançon befindet und heute als städtisches Lapidarium genutzt wird. Die Struktur bewahrt ihre ursprünglichen Fassaden, das Dach und eine eckige Treppe im Osten unter Denkmalschutz.
Die Abtei wurde um 630 auf den Ruinen eines römischen Palastes gegründet und erlebte später unter Erzbischof Hugh I. of Salins 1044 eine Umwandlung in ein Chorherrenstift. Diese Veränderungen prägten ihre religiöse und architektonische Entwicklung nachhaltig.
Das Kloster zeigt die romanische Vergangenheit mit seinen drei gotischen Schiffen, die heute als Lagerraum für Steinskulpturen dienen. Der Ort verbindet religiöse Architektur mit praktischer Nutzung im Zentrum der Stadt.
Das Gebäude liegt in der rue Bersot im Stadtzentrum und kann von außen besichtigt werden, wobei geschützte Strukturen deutlich sichtbar sind. Besucher sollten beachten, dass dies ein aktiver Aufbewahrungsort ist und daher der Zugang eingeschränkt sein kann.
Eine Mühle des Klosters, die seit dem 11. Jahrhundert dokumentiert ist, wurde 1473 in eine Papierfabrik umgewandelt und beherbergt heute Büros der französischen Wasserstraßenbehörde. Diese unerwartete Nutzungsgeschichte zeigt, wie religiöse Stätten sich wirtschaftlich anpassten.
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