Bosquet des Rocailles, Historischer Garten in Versailles, Frankreich
Das Bosquet des Rocailles ist ein Boskett in den Gärten von Versailles mit einer elliptischen Lichtung, die von marmornierten Stufen und Felsformationen aus dem Languedoc begrenzt wird. Die Anlage ist um einen zentralen Freiraum herum organisiert, der die Form eines Theaters nach italienischem Vorbild annimmt.
André Le Nôtre entwarf diesen Bereich zwischen 1680 und 1683 als Teil der königlichen Gärten von Versailles. Die Eröffnung fand 1685 mit einem Bankett des Großen Dauphin statt.
Die Muschelornamente, die dem Boskett seinen Namen gaben, tauchen überall im Raum auf und sind beim Spaziergang gut zu erkennen. Die Skulpturen und dekorierten Vasen, die Tag und Nacht darstellen, folgen dem strengen Gestaltungsrahmen des französischen Gartens.
Das Boskett befindet sich im südöstlichen Teil der Gärten, nahe dem Parterre de Latone, und ist von mehreren Wegen aus erreichbar. Da der Boden aus Stufen und unebenen Flächen besteht, sind feste Schuhe empfehlenswert.
Das Wort "rocaille" bezeichnete ursprünglich kleine Muschelsteinverzierungen, die in der Barockzeit als modische Neuheit galten. Diese Technik wurde hier nicht nur als Dekoration, sondern als Grundprinzip der gesamten Gestaltung des Raumes eingesetzt.
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