Augustodunum, Archäologische Stätte in Autun, Frankreich.
Augustodunum ist eine archäologische Stätte in Autun mit einem ausgegrabenen Friedhof aus der Römerzeit, der über 230 Gräber mit Mausoleen, Holzkonstruktionen, Ziegelbauten, Sandsteinsarkophagen und Bleisärgen enthält. Der Ort zeigt die Vielfalt der Bestattungspraktiken und die handwerkliche Qualität der Grabmonumente aus dieser Epoche.
Augustus gründete Augustodunum 16–13 v. Chr. als Ersatz für Bibracte, das Oppidum der Haeduer, dessen Einwohner allmählich in die neue Stadt umzogen. Als Hauptstadt der Haeduer war sie nach Lugdunum die bedeutendste Stadt der Gallia Lugdunensis und trug den Titel „soror et aemula Romae“. Im Jahr 21 bemächtigte sich der Haeduer Iulius Sacrovir der Stadt und tötete sich nach seiner Niederlage. 270 sieben Monate belagert und vom Usurpator Victorinus geplündert, wurde sie unter der Tetrarchie wieder aufgebaut; am 17. Januar 350 wurde Magnentius dort zum Kaiser ausgerufen.
Der Name Augustodunum verbindet Augustus mit dem keltischen -dun, „Festung“. Tacitus schrieb, dass „die gesamte edelste Jugend Galliens“ in seinen Schulen zusammenkam, wo Griechisch bekannt war und Lehrer aus Italien und Griechenland kamen. Der Rhetor Eumenius verteidigte die menianischen Schulen und hinterließ Burgund einen Redner von großem Ruf.
Die ergrabenen Reste liegen am Hang eines etwa 90 m hohen Hügels über dem Arroux, verteilt auf Unter- und Oberstadt. Beim Theater mit 148 m Durchmesser und rund 15.000 Plätzen sind Orchestra und einige Ränge freigelegt; das zweite Theater beim sogenannten Janustempel ist weniger aufgeschlossen. Die gut 6 km lange römische Stadtmauer mit ihren Toren lässt sich in Autun zu Fuß abgehen.
Der Name Augustodunum verbindet Augustus mit dem keltischen -dun, „Festung“: wörtlich die Festung des Augustus. Die 6.025 Meter lange Ehrenmauer mit 57 Türmen stand in Gallien an dritter Stelle nach Nîmes und Trier. Der sogenannte Janustempel verdankt seinen Namen einer Fehldeutung des Flurnamens la Genetoye aus dem 16. Jahrhundert, der auf dort wachsenden Ginster verwies; die verehrte Gottheit ist bis heute unbekannt.
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