Cascades de Polischellu, Natürliches Wasserfallsystem in Corse-du-Sud, Frankreich.
Die Cascades de Polischellu liegen zwischen dem Col de Larone und dem Col de Bavella in Corse-du-Sud. Auf dem Foto fällt ein dünner weißer Wasserstrahl aus einer Kerbe zwischen großen, runden grauen Felsformationen in ein Becken, in dem versunkene Steine durch das klare Wasser grüne und gelbe Töne zeigen. Links des Falls steigt eine breite Felswand steil an, rechts bildet eine Gruppe von Blöcken eine gerundete Schulter.
Das Wasserfallgebiet wurde durch Jahrtausende von Wassererosion in der mediterranen Berglandschaft geprägt und gehört zum geologischen Erbe Korsikas. Die Granitformationen, die heute das Aussehen des Ortes bestimmen, entstanden durch natürliche Prozesse, die sich über lange Zeiträume entwickelten.
Der Bach, der die Fälle speist, ist der Polischellu: In ihm wurde eine der sechs neuen Zweiflüglerarten (Empididae, Clinocerinae) gefunden, die 1992–93 auf Korsika entdeckt wurden. Korsikas Endemismus bei Süßwasserwirbellosen gehört zu den höchsten Europas, besonders in Gebirgsbächen. Badende nutzen die Becken unter den Fällen.
Die Wasserfälle liegen zwischen dem Col de Larone und dem Col de Bavella und sind über die Departementsstraße 268 erreichbar; geparkt wird auf dem Platz um einen großen Baum, dessen Stamm zwischen zwei Felsen sitzt, nahe der Brücke über den Fluss. Von dort führt ein unmarkierter Pfad in wenigen Minuten durch die Vegetation zu einer Kette kleiner Fälle und Becken. Die runden Blöcke sind schon im Frühjahr warm, zum Baden reicht es aber erst bei größerer Hitze.
Der Polischellu-Bach, der diese Fälle speist, lieferte eine der sechs neuen Zweiflüglerarten (Empididae, Clinocerinae), die 1992-93 auf Korsika entdeckt wurden. Korsikas Endemismus bei Süßwasserwirbellosen zählt zu den höchsten Europas, und dieser Gebirgsbach gehört zu den Gewässern, an denen er belegt wurde.
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