Château-Bas de Sedan, Fürstenpalais in Sedan, Frankreich
Das Château-Bas de Sedan, auch Palais des Princes genannt, ist ein T-förmiges Gebäude aus dem frühen 17. Jahrhundert, etwas unterhalb des Schlosses von Sedan gelegen. Die Hoffassade hat paarweise Pilaster, hohe Fenster mit kleinen Scheiben und Lukarnen mit abwechselnd dreieckigen und runden Giebeln; die Stadtfassade an der place du Château hat elf Achsen mit rustizierten Eckquadern und Lukarnen, die von Steinvasen bekrönt werden. Die Steine stammen aus einem nahen Steinbruch.
Am 15. April 1611 begann Jean Chardon, Bauaufseher von Henri de La Tour, Herzog von Bouillon, mit dem Bau des Palastes, nachdem das alte quartier du Moulin und die Mauern des unteren Burghofs abgerissen worden waren. Die Pläne stammen von Salomon de Brosse, dem späteren Architekten Maria von Medici. Von 1614 bis 1642 diente es als Fürstenresidenz, danach als Sitz des Stadtgouverneurs nach dem Anschluss Sedans an Frankreich. Ab der Revolution war es Kaserne; 1878 wurden die Gräben verfüllt, um 1880 brannte die Wagenhalle ab.
Der Name Château-bas (unteres Schloss) unterscheidet ihn von der höher gelegenen Festung, und sein großes Stadttor ist wie ein Stadttor gestaltet, das einst über eine Zugbrücke über den Graben führte. Im Inneren sind von der ursprünglichen Ausstattung nur eine Treppe mit geschnitzten Holzbalustern und ein großer Werksteinkamin in den gewölbten Kellern erhalten; der Rest ging beim Umbau zur Kaserne nach der Revolution verloren.
Das Gebäude steht an der place du Château, etwas unterhalb des Schlosses von Sedan, und seine stadtseitige Fassade öffnet sich zu diesem Platz. Die Gräben wurden 1878 verfüllt und die Zugbrücke abgebaut, sodass der Zugang heute ebenerdig vom Platz durch das große Tor erfolgt. Im Inneren sind in den gewölbten Kellern eine Treppe mit geschnitzten Holzbalustern und ein Steinmantel-Kamin erhalten.
Der Bau von 1611 ersetzte das alte quartier du Moulin und die Mauern des unteren Burghofs. Salomon de Brosse zeichnete die Pläne, Jean Chardon leitete die Arbeiten für Henri de La Tour, Herzog von Bouillon, der 1614 einzog. Das große Tor zur Stadt mit Zugbrücke bildete einst den Eingang zur gesamten Burganlage.
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