Château de Marignane, Mittelalterliche Burg in Marignane, Frankreich
Das Château de Marignane ist ein ehemaliger Adelssitz in der Provence mit quadratischem Grundriss und zentralem Hof, umgeben von Arkaden. Die italienisch beeinflusste Fassade mit Säulen und Loggien zeigt die großzügige Ausstattung, die später ins Rathaus umgewandelt wurde.
Die Herren von Baux errichteten die Burg im 11. Jahrhundert als Befestigung. Im Jahr 1603 erwarb Jean-Baptiste de Covet das Gebäude und wandelte es in einen prächtigen Wohnpalast um.
Der Palast beherbergt Werke lokaler Künstler und zeigt handwerklich gefertigte Kamine aus dem 17. Jahrhundert. Die Räume erzählen von den Geschmackvorlieben der provenzalischen Adelsfamilien, die hier lebten und arbeiteten.
Der Ort dient heute als Rathaus und ist hauptsächlich während der regulären Behördenöffnungszeiten zugänglich. Besucher sollten sich vorab informieren, ob spezielle Besichtigungen möglich sind oder ob die Fassade und der Innenhof von außen besichtigt werden können.
Bei der Renovierung 1664 wurde ein Tennisplatz im ehemaligen Stallgebäude eingerichtet, was die Freizeitkultur des provenzalischen Adels zeigt. Diese sportliche Einrichtung verdeutlicht, wie der Palast sowohl Verwaltungs- als auch Lustschloss der wohlhabenden Familie war.
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