Islamic cemetery of Bobigny, Islamischer Friedhof in Bobigny, Frankreich
Der muslimische Friedhof von Bobigny umfasst rund 7.000 Gräber, alle nach Südwesten ausgerichtet, damit der auf der rechten Seite liegende Körper nach Mekka blickt. Man betritt ihn durch ein Portal; in der Achse steht der quadratische Gebetsraum mit goldener Kuppel, daneben das Haus des Wächters, und rechts öffnet ein Gitter den Zugang zum eigentlichen Friedhof. Der Architekt Édouard Crevel entwarf die weißwandigen Bauten mit Flachdächern, grünen Ziegeln und Holztüren nach dem Vorbild der Kolonialausstellung von 1931.
Der Friedhof wurde durch Präsidialdekret vom 4. Januar 1934 geschaffen und am 12. Februar 1937 als Anhang des 1935 eröffneten Franco-Muslim-Krankenhauses, des heutigen Avicenne-Krankenhauses, eingeweiht. Ein Dekret vom 12. Juni 1937 erweiterte das Bestattungsrecht auf Muslime, die der Rektor der Großen Moschee von Paris vorschlug. 1996 ging die Verwaltung an den Zweckverband der Städte Aubervilliers, La Courneuve, Drancy und Bobigny über.
Der Friedhof wurde vom Architekten Édouard Crevel in einem Stil gestaltet, der sich an der arabischen Architektur der Kolonialausstellung von 1931 orientiert: weiße Mauern, Flachdächer, grüne Ziegel, Holztüren, Metallbeschläge sowie Thujen, Steineichen, Zürgelbäume, Maulbeerbäume und Zypressen. Die Gräber sind nach Südwesten ausgerichtet, damit der auf der rechten Seite liegende Körper nach Mekka blickt. Beigesetzt sind unter anderem Boughera El Ouafi, Olympiasieger im Marathon 1928, und der osmanische Prinz Osman Fuad.
Der Zugang führt durch eine Vorhalle; in der Achse liegt der Gebetsraum mit goldener Kuppel, seitlich das Haus des Wächters, rechts ein Gittertor zum eigentlichen Friedhof. Am hinteren Ende führt ein zweiter Ausgang zu einem Besucherparkplatz. Die Gräber sind nach Südwesten ausgerichtet, damit der auf der rechten Seite liegende Körper nach Mekka blickt.
Auf dem Friedhof liegen der osmanische Prinz Osman Fuad, seine Frau Şehsuvar Hanım und Peyveste Hanım, Gemahlin Sultan Abdülhamids II., ebenso der algerische Anarchist Mohamed Saïl und der syrische Staatsmann Abdul Halim Khaddam. Ein Militärfeld erinnert zudem an Soldaten der 2. Panzerdivision.
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