Fort de Balaguier, Militärfort in La Seyne-sur-Mer, Frankreich.
Das Fort de Balaguier ist ein befestigtes Küstenbauwerk an der Mittelmeerküste mit massiven Steinmauern, einem zentralen Turm und Geschützplattformen, die zum Hafen von Toulon ausgerichtet sind. Die Struktur zeigt die typische Bauweise einer mediterranen Hafenfestung mit mehreren Ebenen und Kasematten.
Der Kardinal Richelieu befahl den Bau dieser Verteidigungsanlage zwischen 1634 und 1636, um den Hafen von Toulon vor spanischen Angriffen zur See zu schützen. Das Fort war Teil einer größeren Strategie zur Befestigung der französischen Küste während des Dreißigjährigen Krieges.
Das Fort beherbergt ein Schifffahrtsmuseum mit Exponaten zur Marinegeschichte des Mittelmeers, darunter Schiffe in Flaschen, alte Navigationsinstrumente und Objekte aus verschiedenen Epochen. In den Räumen werden die Alltag und die Techniken der Seefahrer lebendig.
Die Anlage ist täglich außer dienstags für Besucher zugänglich, mit morgendlichen und nachmittäglichen Öffnungszeiten sowie geführten Besichtigungen in französischer und englischer Sprache. Wer zu Fuß kommt, sollte festes Schuhwerk tragen, da die Wege auf dem Gelände und die steilen Treppen in den Innenbereichen anspruchsvoll sein können.
Das Fort wurde in den 1960er Jahren teilweise restauriert und enthält heute auch einen botanischen Garten, der Pflanzenarten zeigt, die mit Seefahrtstraditionen und mediterranen Expeditionen verbunden sind. Diese Gartenanlage bietet Besuchern eine unerwartete Verbindung zwischen Geschichte und Natur auf dem Gelände.
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