Fort de Penthièvre, Festung in Saint-Pierre-Quiberon, Frankreich
Fort de Penthièvre ist eine steinerne Festung an der schmalsten Stelle der Quiberon-Halbinsel und kontrolliert den Zugang zu diesem strategischen Küstengebiet. Die Anlage weist Wälle und Bastionen auf, die typisch für Küstenbefestigungen dieser Zeit sind.
Ab 1747 nach Plänen des Ingenieurs de Marolles für Louis Jean Marie de Bourbon, Herzog von Penthièvre, errichtet, sperrte die Schanze die Straße über den Isthmus. Als Fort Sans-Culotte fiel es am 27. Juni 1795 nach viertägiger Belagerung durch 1.500 Royalisten; 400 seiner 700 Verteidiger liefen zu ihnen über. Von General Hoche zurückerobert, wurde es ab 1800 verstärkt und 1848 fertiggestellt.
Im Fortgraben erinnert eine Gedenktafel an 49 zwischen April und Juli 1944 zum Tode verurteilte und dort erschossene Maquis-Mitglieder; jedes Jahr am 13. Juli findet eine Gedenkfeier statt. Im Vorhof steht ein Obelisk auf einer Granitplatte mit dem Wappen der Bretagne.
Das Innere ist militärisches Sperrgebiet, der Zutritt ist nicht gestattet; zugänglich ist der Fortgraben mit einer Gedenktafel für die hingerichteten Widerstandskämpfer. Das 3. Marineinfanterieregiment aus Vannes nutzt die Anlage seit 1969 für die Kommandoausbildung, mit einem Klettergarten. Im Vorfeld wurde ein Obelisk für die Opfer der NS-Herrschaft errichtet, an dessen Fuß eine Granitplatte mit dem Wappen der Bretagne liegt.
Während der Französischen Revolution wurde das Fort 1795 in Fort Sans-Culotte umbenannt, ein Name, der die revolutionäre Ideologie widerspiegelt. Dieser Namenswechsel zeigt, wie sehr die politischen Umwälzungen dieser Zeit sogar strategische Militäranlagen betrafen.
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