Fort de Six-Fours, Militärfestung in Six-Fours-les-Plages, Frankreich.
Fort de Six-Fours ist eine militärische Festung auf einem Hügel etwa 200 Meter über dem Meeresspiegel, mit einer unregelmäßigen fünfeckigen Form und neun Kanonenbatterien an der Vorderseite. Die Struktur verbindet Land- und Küstenverteidigung durch ihre strategische Lage und massive Kalksteinmauern mit Ziegelfassaden.
Nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870 erwarb die Marine das alte befestigte Dorf Six-Fours, enteignete die letzten Bewohner und ließ die Häuser, die Kirche Sainte-Marie de Cortine und das Schloss abreißen. Der Bau der Festung begann 1875. 1943-44 rüstete die 355. Flak-Abteilung der Wehrmacht sie mit vier 88-mm-Geschützen aus; am 26. August kapitulierte sie, und ein Spahi-Zug nahm 490 Gefangene.
Der Name des Forts stammt von der Gemeinde Six-Fours-les-Plages, nicht von Türmen. An seiner Stelle stand das alte befestigte Dorf, dessen Schloss und Kirche Sainte-Marie de Cortine vor Baubeginn 1875 abgerissen wurden. Heute führt die Marine das Fort wie ein Kriegsschiff: Eine Glocke läutet, und Lautsprecher melden „Le commandant monte à bord!“, wenn der Kommandant ankommt.
Das Gelände ist heute noch eine aktive Marinefunkanlage und kann nicht vollständig betreten werden, aber Besucher finden mehrere Aussichtspunkte in der unmittelbaren Umgebung. Von diesen Punkten aus kann man den Hafen von Toulon und die umliegenden Berge gut überblicken.
Im Inneren verfügt die Festung über einen sechs Meter hohen Munitionsaufzug und ursprüngliche Backöfen aus der Zeit ihrer militärischen Nutzung. Diese funktionalen Elemente zeigen den alltäglichen Betrieb der Festung und wie die Soldaten dort lebten und arbeiteten.
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