Fort des Rousses, Militärfestung in Les Rousses, Frankreich
Fort des Rousses ist eine große Militärfestung auf 1150 Metern Höhe in den französischen Alpen, mit ausgedehnten Gewölbekammern und unterirdischen Gängen durchzogen. Die unterirdischen Räume bieten konstante Bedingungen für die Lagerung von Lebensmitteln.
Oberst Christin ließ die Stellung von Les Rousses 1815 mit fünf Redouten befestigen, wegen einer befürchteten österreichischen Invasion über die neutrale Schweiz. 1841 wurden 93 Hektar südwestlich des Dorfes gekauft, 1843 begannen die Arbeiten am Fort und dauerten rund zwanzig Jahre; das Eingangsportal trägt die Inschrift 1848, als fertig gilt es 1862-1863. Die Artillerie kam erst 1868, mit 88 Verteidigungs- und 27 Sicherungsgeschützen für 3.500 Mann; 1984 wurde es in Fort Général Henry Martin umbenannt.
Die Anlage dient heute als Käselager und prägt damit das Alltagsleben des Ortes. Besucher können die großen Gewölberäume erkunden, in denen Tausende von Käselaiben in der kühlen Luft lagern.
Das Fort liegt auf 1.150 m auf einer bewaldeten Anhöhe südwestlich von Les Rousses und hat zwei Eingänge: die Porte de France im Norden und die Porte de Suisse im Osten, letztere hinter einer Poncelet-Zugbrücke. Innen führt ein flacher, leichter Weg durch die 21 ha große Umfriedung; in den Gewölbekellern herrschen konstant 8 °C, warme Kleidung ist nötig.
Die Festung wurde 1997 von einer militärischen Einrichtung in ein Käselager umgebaut und nutzte dabei die natürlichen Bedingungen der Struktur. Diese Umwandlung zeigt, wie historische Gebäude neue Zwecke finden.
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