Fort du Risoux, Militärfestung in Les Rousses, Frankreich.
Das Fort du Risoux ist ein Fort der ersten Generation des Systems Séré de Rivières, erbaut 1880 bis 1884 auf 1273 m auf einem Vorsprung des Risoux-Waldes über dem Lac des Rousses. Der Grundriss ist ein unregelmäßiges Fünfeck; die Gräben werden von zwei doppelten und einer einfachen Grabenstreiche verteidigt, mit 20 cm großen Öffnungen zum Werfen von Granaten. Die Kaserne besteht aus zwei einander gegenüberliegenden Gruppen von Mannschaftsräumen um einen Innenhof, und 16 Artillerieplattformen werden von einer Wallstraße erschlossen. Die steinerne Stützmauer zeigt eine Reihe bogenförmiger Öffnungen mit einem großen gewölbten Tor in der Mitte.
Das Fort du Risoux wurde 1880 bis 1884 als Fort der ersten Generation des Systems Séré de Rivières errichtet, Teil des Jura-Vorhangs und der Festung Les Rousses, 3 km nördlich des Fort des Rousses. 1892 außer Dienst gestellt, spielte es militärisch keine Rolle, gehörte aber zum befestigten Jura-Abschnitt der Maginot-Linie. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente es als Weide, dann bis Juni 1997 für Sprengstoffübungen; per Dekret vom 1. Februar 1999 wurde es aus dem Militärbereich entlassen.
Das Fort trägt den Namen von Kommandant Guyot, daher die Kurzform Fort Guyot. 1892 außer Dienst gestellt, diente es jahrzehntelang als Weide, bis Juni 1997 nutzte es das Kommando-Ausbildungszentrum des Fort des Rousses für Sprengstoffübungen. Heute hat der örtliche Schützenverein Sportschießstände im Fort eingerichtet.
Der Zugang erfolgt über den 3 km langen strategischen Weg, der nördlich des Dorfes Les Rousses beginnt und zum Fort auf 1273 m hinaufführt. Das Innere ist seit den Restaurierungsarbeiten 2005 bis 2007 für Besucher gesperrt; Wälle, Gräben und die Kaponièren sind von außen zu sehen. Auf dem Gelände liegen auch die Schießstände des örtlichen Vereins, daher vorher erkundigen.
Beim Bau wurde ein System mit Seilen und Winden benutzt, um schwere Materialien die steile Böschung vom See hinaufzuziehen. Dieses provisorische System, das die Bauarbeiter 'la ficelle' nannten, hinterließ sichtbare Spuren auf dem Gelände, die heute noch zu erkennen sind.
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