Forêt de Dourdan, Wald in Frankreich
Die Forêt de Dourdan ist ein staatlich verwalteter Wald mit etwa 1.600 Hektar Fläche, der sich über mehrere kleine Ortschaften südwestlich von Paris erstreckt. Das Gelände wird von der Orge durchzogen, wobei Eichen, besonders Traubeneichen, die Baumbestände dominieren, ergänzt durch Buchen, Hainbuchen, Kastanien und in sandigeren Gebieten Kiefern.
Die Abtei Notre-Dame de l'Ouÿe wurde 1163 von Ludwig VII. gegründet und prägte lange Zeit das Waldgebiet. Im 18. Jahrhundert schenkte Ludwig XIV. den Wald seinem Bruder Philippe d'Orléans, woraufhin die Familie Orléans das Gelände bis zur Revolution behielt, bevor es 1870 staatliches Eigentum wurde.
Der Wald war seit dem Mittelalter eng mit der königlichen Jagd verbunden und prägte die Identität der Region. Heute nutzen Besucher den Wald als Ort der Erholung und Verbindung zur Natur, während lokale Wanderführer Geschichten über die alten Bäume und die Waldarbeiter erzählen.
Der Wald verfügt über zahlreiche Wanderwege und Feldwege, darunter Strecken der französischen Fernwanderwege GR 1 und GR 111, die sich auch zum Radfahren eignen. Die Informationsbüros vor Ort bieten einfache Waldkarten an, und an verschiedenen Punkten befinden sich Orientierungsschilder sowie Tafeln zur Waldgeschichte.
Der Chêne des Six Frères ist ein etwa 500 Jahre alter Eichenbaum mit sechs Hauptstämmen, die aus derselben Wurzel wachsen, was eine Seltenheit darstellt. In der Mitte des Baumes befindet sich ein kleines Wasserbecken, das früher als Gebetsstätte genutzt wurde und der Überlieferung nach Wasser mit besonderen Eigenschaften enthält.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.