Faubourg Saint-Antoine, Historisches Handwerkerviertel im östlichen Paris, Frankreich
Das Saint-Antoine Viertel erstreckt sich vom Platz der Bastille bis zum Platz der Nation und durchzieht die 11. und 12. Arrondissements von Paris. Die Gegend besteht aus einem Netzwerk von Straßen, Höfen und Durchgängen, die von Wohn- und Gewerbegebäuden gesäumt sind.
Im 15. Jahrhundert gewährte ein königliches Dekret den lokalen Handwerkern Steuerbefreiung, was die Gegend in ein Zentrum der Möbelherstellung verwandelte. Diese Exemption zog Arbeiter an und etablierte eine Tradition, die über Jahrhunderte hinweg bestehen blieb.
Die Gegend ist geprägt von versteckten Innenhöfen und Durchgängen, in denen sich Handwerker niederließen und ihre Traditionen über Generationen weitergaben. Heute kann man in diesen engen Gassen noch die Spuren dieser Werkstätten sehen und verstehen, wie das Leben hier früher aussah.
Besucher können die Gegend am besten von der Metro-Station Bastille aus erkunden und dann nach Osten entlang der Rue du Faubourg Saint-Antoine in Richtung Nation-Station gehen. Das Viertel lässt sich am besten zu Fuß entdecken, wobei man Zeit zum Schauen und Beobachten der Details einplanen sollte.
Der Passage du Chantier bewahrt das Erbe der Möbelherstellung mit spezialisierten Werkstätten, die noch immer auf seiner Kopfsteinpflasterstraße tätig sind. Diese Passage zeigt, wie das handwerkliche Leben in dieser Gegend vor Jahrhunderten ablief und wie einige dieser Traditionen bis heute weiterleben.
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