Fontaine des pisseurs, Brunnen aus dem 16. Jahrhundert in Lacaune, Frankreich.
Der Fontaine des Pisseurs steht auf der Place du Griffoul in Lacaune. Vier Bronzefiguren auf der Spitze, Pissaïres genannt, urinieren in ein polygonales Becken in zwei Metern Höhe; das Wasser fließt dann durch drei Säulen, tritt aus mittelalterlichen Monstermäulern aus und fällt in ein größeres Sandsteinbecken mit Eisenband am Fuß.
Diese Brunnenanlage wurde 1559 erbaut und gedenkt einer lokalen Finanzinitiative aus dem Jahr 1396, als Lacaune 300 Goldmünzen zur Befreiung eines hochgestellten Gefangenen aufbrachte. Das Denkmal verbindet mittelalterliche Großzügigkeit mit Renaissance-Kunsthandwerk und zeigt ein lokalhistorisches Ereignis von regionaler Bedeutung.
Die vier Bronzefiguren, bekannt als 'Pissaires', stellen die harntreibenden Eigenschaften des Thermalwassers von Lacaune dar und sind ein humorvolles Merkmal der lokalen Badekultur. Diese kunstvolle Gestaltung zeigt, wie die Stadt ihre natürlichen Quellen mit Humor und Kreativität in der öffentlichen Architektur feierte.
Der Brunnen steht auf der Place du Griffoul, unter freiem Himmel im Herzen der Altstadt von Lacaune, und ist zu jeder Stunde ohne Eintritt zu sehen. Die achteckige Steineinfassung markiert den Rand des Beckens; die Bronzefiguren stehen etwa zwei Meter hoch, über Augenhöhe, sodass man zurücktreten muss, um sie zu sehen. Der Platz liegt auf dem Rundgang durch die Altstadt.
Die vier Bronzefiguren auf der Spitze, die man Pissaïres nennt, lassen Wasser aus dem Kopf und aus einem überdimensionierten Penis austreten, ein Detail, das die harntreibende Wirkung der Quellen von Lacaune zeigen soll. Das Wasser fällt dann in ein polygonales Becken in zwei Metern Höhe und läuft anschließend durch drei Säulen.
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