Pierre Plantée von Lacaune, Prähistorischer Menhir in Lacaune, Frankreich
Peyro-Lebado ist ein Statuenmenhir aus Granit von 4,50 m Höhe (3,44 m über dem Boden), 1,84 m Breite und 0,67 m Dicke, geschätzt 9,3 Tonnen, der auf einer Wiese etwa zwei Kilometer östlich von Lacaune nahe der D622 steht. Seine hellgraue, raue und flechtenbewachsene Stirnseite zeigt oben rechts eine flache rechteckige Vertiefung. Die Verwitterung hat die Gravur fast ausgelöscht, doch Gesicht, Arme, Hände, Beine, Füße, ein Gürtel mit chevronverzierter Schnalle, ein Schulterriemen und ein Gewand sind noch erkennbar.
Der Menhir wurde in prähistorischen Zeiten von lokalen Gemeinschaften aufgestellt und stand Jahrtausende lang an seinem Platz. Im Jahr 1825 beschädigte ein Ausgrabungsversuch den Stein, woraufhin er 1883 unter Schutz gestellt wurde.
Der Name Peyro-Lebado bedeutet im lokalen Okzitanisch „aufgerichteter Stein“. Die Gravur ist durch Erosion fast ausgelöscht, doch ein Gürtel mit chevronverzierter Schnalle, ein Schulterriemen, ein Gewand und der Ring des „Objekts“ sind noch zu erkennen. Der Stein gehört zur Rouergat-Gruppe der Statuenmenhire; die Region Lacaune und das angrenzende Rouergue bergen die größte Ansammlung solcher Steine in Europa, erschlossen durch einen 40 km langen Rundweg.
Der Menhir liegt in der Nähe der Straße RD 622 und ist einigermaßen leicht zu erreichen. Vor Ort gibt es Informationstafeln, die Einzelheiten zur Geschichte und Bedeutung des Steins erklären.
Zwei Kerben etwa 20 cm über dem eingravierten Gürtel könnten Spuren der Aufrichtung Ende 1883/Anfang 1884 durch die archäologische Kommission des Tarn sein, nachdem der Stein 1865 als umgestürzt gemeldet worden war. Bereits 1821 hatte er sich geneigt, als ein Ingenieuroffizier vergeblich an seinem Fuß grub.
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