Hôtel-Dieu à Rouen, Historisches Krankenhausgebäude im Zentrum von Rouen, Frankreich
Das Hôtel-Dieu à Rouen ist ein ehemaliger Krankenhauskomplex im Zentrum von Rouen, erbaut nach Plänen des Rouener Architekten Abraham Hardouin, mit einem Verbindungsflügel der Architekten Fontaine und Parvys. Der helle Steinbau besitzt einen Mittelportikus mit vier kannelierten Säulen und einem Dreiecksgiebel, hinter dem sich eine dunkle, gerippte Kuppel mit schlanker Spitze erhebt. Seit September 1995 beherbergt er die Präfektur des Départements Seine-Maritime.
Das Krankenhaus wurde vor 1197 unter Aufsicht des Erzbischofs gegründet und entwickelte sich zu einer wichtigen Gesundheitseinrichtung neben der Kathedrale von Rouen. Der Betrieb endete 1758, woraufhin das Gebäude anderen Funktionen zugewiesen wurde.
Der Name Madeleine geht auf die Reliquien der heiligen Magdalena zurück, die Erzbischof Eudes Rigaud am 18. Mai 1268 hier niederlegte, worauf das Hospital den Namen hôpital de la Madeleine erhielt. Die neue Madeleine-Kirche im neoklassizistischen Stil wurde 1767 bis 1781 erbaut und am 7. April 1781 von Erzbischof Dominique de La Rochefoucauld geweiht. 1790 wurde sie Pfarrkirche, blieb während der Terrorherrschaft geschlossen und öffnete 1802 wieder.
Das Gebäude befindet sich im Zentrum von Rouen und lässt sich zu Fuß erreichen, wobei mehrere Eingänge den Zugang erleichtern. Besucher sollten beachten, dass bestimmte Bereiche administrative Funktionen haben und die Öffnungszeiten für Museumsbesuche variieren können.
Das in den Quellen überlieferte Wappen lautet: in Blau drei goldene Büchsen, ein silbernes Schildhaupt mit drei roten Kreuzen, der Schild an einen Prioratsstab gelehnt. Die Büchsen verweisen auf die Reliquien der heiligen Magdalena, die Eudes Rigaud am 18. Mai 1268 hier niederlegte.
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