Hôtel de Bagis, Renaissance-Stadtpalais in Toulouse, Frankreich
Das Hôtel de Bagis ist ein Herrenhaus aus der Renaissance-Zeit, das sich an der Rue de la Dalbade in Toulouse befindet. Die Steinfassade hat acht Fensterachsen mit Pilastern und dekorativen Elementen wie Waffentrophäen und Girlanden, während der Innenhof vier Gebäudeteile umschließt.
Jean de Bagis kaufte 1533 fünf Häuser in der Rue de la Dalbade und beauftragte 1537 Nicolas Bachelier mit einem neuen Stadtpalais. Von 1609 bis 1616 ließen François de Clary und seine Frau Gabrielle de Guerrier durch Pierre Souffron die steinerne Straßenfassade errichten, die bei Clarys Tod 1616 unvollendet blieb. Calvet-Besson übertrug Urbain Vitry und dem Bildhauer Calmettes ab 1855 die Fertigstellung des Skulpturenschmucks; 1889 wurde das Hôtel als Monument historique klassifiziert.
Die Toulouser nennen es „hôtel de pierre“, weil seine Straßenfassade ganz aus Stein besteht, was in einer aus Ziegel errichteten Stadt selten war. Ein örtlicher Spruch behauptete, es gebe mehr Brückensteine im Steinhaus als Steine an der Brücke, was andeutete, François de Clary habe Steine des Pont-Neuf abgezweigt. Über den Türen wurden seine Wappen in der Revolution zerschlagen; Calvet-Besson brachte dort 1855 seine Wappen und sein Monogramm an.
Das Hôtel steht in der Rue de la Dalbade Nr. 25 im historischen Zentrum von Toulouse, wenige Schritte von der Garonne entfernt. Es ist eine private Residenz: Man betrachtet es von der Straße aus, wo die steinerne Fassade mit ihren drei Bogenportalen vom Gehweg zu sehen ist; das Schild „PATRIMOINE“ kennzeichnet das geschützte Gebäude.
Der Bildschmuck der Straßenfassade wurde erst 1855 vollendet, als Calvet-Besson den Architekten Urbain Vitry und den Bildhauer Calmettes damit beauftragte und über den Türen das Wappen und das Monogramm François de Clarys anbringen ließ. Clarys eigene Wappen über den Portalen wurden während der Französischen Revolution zerschlagen.
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