Maison des enfants de l'Assistance publique et des nourrices, Sozialgeschichtliches Museum in Alligny-en-Morvan, Frankreich.
Das Haus der Kinder ist ein Museen in einem ehemaligen Postgebäude, das die Geschichte dieser besonderen sozialen Praxis erzählt. Die Räume zeigen, wie eine Dorfstraße damals aussah, mit Objekten und Dokumenten aus dieser Zeit.
Seit dem späten 18. Jahrhundert reisten Tausende von Frauen aus der Gegend nach Paris und in andere europäische Städte, um dort Kinder von reichen Familien und Königshäusern zu versorgen. Diese Tätigkeit endete nach dem Ersten Weltkrieg, als sich die sozialen Verhältnisse grundlegend änderten.
Die Ausstellung zeigt, wie Frauen aus der Region als Ammen arbeiteten und welche Rolle diese Tätigkeit im Alltag spielte. Man sieht persönliche Gegenstände und erfährt von Frauen, die ihre Kinder zurückließen, um fremde Babys in fernen Städten großzuziehen.
Der Besuch ist am besten von Frühling bis Herbst möglich, wobei das Museum an Freitagen in den Sommermonaten länger geöffnet ist. Es ist empfehlenswert, sich vorher über die aktuellen Öffnungszeiten zu informieren und Zeit für die Erkundung der Räume einzuplanen.
Das Museum arbeitet mit Besuchern zusammen, um Familie Geschichten und Abstammungslinien zu erforschen und zu dokumentieren. Menschen mit lokalen Wurzeln können ihre eigenen Erinnerungen und Familienarchive zur wachsenden Sammlung beitragen.
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