Mont César, Naturschutzgebiet in Bailleul-sur-Thérain, Frankreich.
Der Mont César ist ein Hügel bei Bailleul-sur-Thérain im Departement Oise, der am linken Ufer des Thérain beim Weiler Froidmont 138 m hoch ist. Sein unterer Hang trägt Reihen niedriger Blattfrüchte, darüber liegt ein Streifen flacher Feldfrüchte, und trockenes, blasses Gras bedeckt den oberen Hang bis zu einer lockeren Baumreihe nahe der runden Kuppe. Der größte Teil des Hügels ist bewaldet, und sein kalkhaltiger Trockenrasen, auf Picardisch Larris genannt, gehört zu den besterhaltenen der Picardie.
Der Hügel war seit der Bronzezeit besiedelt und wurde wahrscheinlich ein gallo-römisches Oppidum auf einem älteren gallischen Befestigungslager. Seit dem 18. Jahrhundert förderten Ausgrabungen zahlreiche Objekte und Reste von Befestigungen zutage; 1878 fand Isidore Berton gallische Münzen und römische Gegenstände. 1909 lokalisierte Victor Leblond auf dem Mont César Bratuspantium, das Oppidum der Bellovaker.
Der Name Mont César wurde dem Hügel traditionell zugeschrieben; 1909 verortete Dr. Victor Leblond, Präsident der Société académique de l'Oise, hier Bratuspantium, das Oppidum der Bellovaker. Auf dem Gipfel steht heute eine Statue der Notre-Dame du Mont-César, und der Hügel bleibt ein beliebter Spaziergangsort, der über einen Pfad erreichbar ist.
Ein Wanderpfad führt durch abwechslungsreiche Landschaften mit Wiesen, Sümpfen und Feldern, wobei die Route mehrere Stunden dauert. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und sich auf unterschiedliche Bodenbedingungen einstellen.
Der kalkhaltige Larris des Mont César gilt als einer der besterhaltenen der Picardie und beherbergt eine reiche Gruppe wilder Orchideen: das blattlose Waldvöglein, die Pyramiden-Knabenkraut, das Helm-Knabenkraut und die Bienen-Ragwurz. Das Gebiet gehört zum Waldmassiv von Hez-Froidmont und ist seit März 1999 als Natura-2000-Gebiet FR2200377 auf 852 Hektar ausgewiesen.
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