Musée de la Mine de Blanzy, Bergbaumuseum in Blanzy, Frankreich
Das Musée de la Mine de Blanzy liegt am Schacht Saint-Claude, der seit 1882 geschlossen ist, in der Gemeinde Blanzy. 1981 wurde ein stählernes Fördergerüst des 19. Jahrhunderts vom Standort Pré Long in Montceau-les-Mines über dem Schacht wieder aufgebaut. Ringsum stehen ein Rotsteinbau mit schwarzem Dach, ein Maschinenhaus, eine Lampenkammer und nachgebaute Übertage-Stollen.
In Blanzy wurde seit dem 16. Jahrhundert Kohle abgebaut, als der Ort zur Baronie Montcenis gehörte; mit Montceau-les-Mines bildete er eines der drei Bergbaubecken Burgunds. Die Betreiber wechselten: François de la Chaise (1761–1776), Renard et Cie bis 1782, dann die Chagot-Gesellschaften im 19. Jahrhundert. Die Société Anonyme des Houillères de Blanzy unter Émile Coste ab 1900 wurde 1946 verstaatlicht. 1992 endete die Förderung, 2000 der Übertagebetrieb.
Das Museum trägt den Namen der Bergwerke von Blanzy, die seit dem 16. Jahrhundert betrieben wurden. Freiwillige des Vereins La Mine et les Hommes führen die Besichtigung, die an der Salle des pendus vorbeiführt, wo die Bergleute sich umzogen und ihre Kleidung aufhängten, an der Lampisterie, wo die Lampen ausgegeben wurden, und an den Ställen der Grubenpferde.
Das Museum ist von März bis November für Besichtigungen geöffnet, wobei Gruppen jederzeit Führungen nach Vereinbarung buchen können. Die besten Bedingungen für einen Besuch sind stabile Temperaturen in den unterirdischen Bereichen, daher ist bequemes Schuhwerk und eine leichte Jacke empfohlen.
Der Förderturm über dem Schacht Saint-Claude wurde 1981 von der Schachtanlage Pré Long in Montceau-les-Mines hierher versetzt und 1993 in das Inventaire général du patrimoine culturel eingetragen. Der Schacht, den er markiert, war seit 1882 geschlossen. Oben am Stahlgerüst fallen die kleine Kabine und die Seilscheiben auf.
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