Musée des Beaux-Arts de Blois, Kunstmuseum im Königlichen Schloss von Blois, Frankreich.
Das Musée des Beaux-Arts de Blois befindet sich im Ludwig-XII.-Flügel des Schlosses von Blois. Seine acht Galerieräume öffnen sich zu einem Korridor, der das Durchqueren des Flügels ermöglicht, ohne alle Zimmer der Reihe nach zu durchlaufen, anders als die Anlage des mittelalterlichen Schlosses. Die Sammlungen umfassen Gemälde, Skulpturen und Kunstgewerbe vom 16. bis zum 19. Jahrhundert, darunter französische und flämische Tapisserien.
Das Museum wurde 1850 gegründet und nutzt seit 1869 den Flügel Ludwigs XII. im Schloss von Blois. Ein Korridor verbindet die Räume, damit man sie nicht wie in der mittelalterlichen Anlage der Reihe nach durchqueren muss. Die Kamine wurden nach dem Stundenbuch der Königin mit den Emblemen Ludwigs XII. und seiner Frau neu gestaltet, ausgeführt von Louis Delcros.
Das Porträtkabinett versammelt Gemälde des 16. und 17. Jahrhunderts aus den Schlössern Saint-Germain-Beaupré und Beauregard, darunter Anna von Österreich, die Grande Mademoiselle und eine Maria von Medici nach Rubens. Die Kamine wurden nach dem Stundenbuch der Königin mit den Emblemen Ludwigs XII. und seiner Gemahlin neu gestaltet, ausgeführt von Louis Delcros.
Der Besuch kann in wenigen Stunden abgeschlossen werden, da die acht Galerien gut überschaubar sind und nicht überwältigend wirken. Das Schloss selbst ist leicht erreichbar und die Räume sind hell und gut mit Treppen und Aufzügen ausgestattet.
2025 wurde bei einer systematischen Suche nach Palimpsesten ein Blatt des Archimedes-Palimpsests in den Sammlungen des Museums gefunden, das seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verschollen war. Eine Seite trägt die Abhandlung über Kugel und Zylinder, die andere eine Darstellung des Propheten Daniel zwischen zwei Löwen. Wie es nach Blois gelangte, ist ungeklärt.
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