Musée des Beaux-Arts de La Rochelle, Kunstmuseum in La Rochelle, Frankreich.
Das Musée des Beaux-Arts befindet sich in einem klassizistischen Bischofspalast, der von 1769 bis 1774 nach Plänen von Gilles Nassivet durch François Chapuy errichtet wurde. Der rechte Flügel zeigt eine hellgraue Werksteinfassade mit drei hohen weiß gerahmten Fenstern über einem Steinbalustradenbalkon auf geschnitzten Konsolen; vom linken Flügel ragt eine französische Flagge.
Paul Legoux, Schatzmeister des Hauses Navarra, kaufte das Haus 1600 an der Stelle des Grand-Logis, das Sully 1604, Condé 1615, Ludwig XIII. 1628 und Anna von Österreich 1632 beherbergt hatte. 1673 wurde es Priesterseminar, 1696 Bischofssitz. Von 1769 bis 1774 ließ Bischof Crussol d'Uzès es nach Plänen von Gilles Nassivet neu errichten, wodurch es seine klassizistische Form erhielt.
Das Gebäude steht an der Stelle des „Grand-Logis“ oder „Palais-Royal“, das Sully 1604, Condé 1615, Ludwig XIII. 1628 und Anna von Österreich 1632 beherbergte. 1673 wurde es Priesterseminar, 1696 richtete Monseigneur Henri de Laval dort den Bischofssitz ein. Die städtische Bibliothek kam 1795 hinein und blieb bis 1998, als sie in die Mediathek Michel-Crépeau umzog.
Das Museum ist seit 2018 wegen Bauarbeiten geschlossen, die Wiedereröffnung ist für 2027 geplant. Im Gebäude sitzen außerdem die regionale Kulturdirektion von Poitou-Charentes und ein Lapidarium mit Fragmenten der Karmeliterkirche, des Rathauses und des protestantischen Kollegs. Die Stadtbibliothek zog 1998 in die Mediathek Michel-Crépeau um und machte Platz für einen 1999 eröffneten Raum für zeitgenössische Kunst.
Das Museum besitzt seltene chinesische Exportmalereien aus Kanton von vor 1844, geschaffen von dem Künstler Youqua. Diese Werke sind ein faszinierendes Beispiel dafür, wie asiatische und europäische Handelswege Kunstsammlungen in französischen Häfen formten.
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